Bilder und Berichte

Kinderweihnachtsfeier am 3. Advent 2024

Kinderweihnacht in der evang.-ref. Kirche Netstal

 

Sternchen Robin fällt vom Himmel

 

Was passiert, wenn ein Sternchen vom Himmel fällt und dann aufgeregt den Stern von Bethlehem sucht? Es erlebt ganz tolle Sachen auf seiner Reise, die weihnächtlich endet. 

 

Die Netschteler Kinderweihnachtsfeier am dritten Adventssonntag ist immer etwas ganz Besonderes und die Kirche ist bereits eine halbe Stunde vor Beginn schon sehr gut besucht. Es scheint, als ob alle Eltern, die jüngeren Geschwister, Göttis, Tanten und Grosis dieses Ereignis nicht verpassen möchten. Die Kirche, von Aushilfs-Sigristin Silvia Schnyder wunderbar mit etwa 500 Kerzen geschmückt, strahlt mit dem grossen Christbaum um die Wette. Katechetin Freya Riget und Susanne Marti, Fachfrau für Religionsunterricht, haben zusammen Pfarrer Bert Missal und Organist Peter Bienz eine gelungene Kinderweihnachtsfeier zusammengestellt. Hauptdarsteller sind dabei die Kinder aller reformierten Religionsklassen.

 

Wo ist der Stern von Bethlehem

Ganz selbstbewusst sagt Stern Robin: «Hüt will ich d Wiänachtsgschicht ämal us miner Sicht vrzelle».Mit ihm auf der Kanzel stehen die zwei Erzähler: Und so geschieht es, dass sich im Himmel alle Sterne auf das grosse Ereignis vorbereiten, nämlich Weihnachten zu feiern. Sternchen Robin ist so aufgeregt, dass es von der Kanzel fällt. Mutig macht es sich auf nach Bethlehem und landet an einem Strand. Da liegen Seesterne, die aber nichts vom Stern von Bethlehem wissen. Das Sternchen wandert weiter und sieht ein Viersterne-Hotel, das aber nicht weiterhelfen kann. Plötzlich steht ein kleiner Tisch mit einer Guetzli-Dose da. Auch die Zimtsterne sind ratlos. Nun kommt eine grosse Weihnachtsstern-Pflanze auf den Tisch, wieder Fehlanzeige. Der kleine Stern schläft ein. Auch die Schneeflocken, die überall umhertanzen, kennen den gesuchten Stern nicht. Ein paar Netschteler Kinder, die das Krippenspiel einüben, haben einen grossen Schneemann gebaut und Anne hat dabei einen kleinen glänzenden Stern gefunden. Als die Kinder an Heiligabend das Krippenspiel in der Kirche vorstellen, erscheint der Stern von Bethlehem. Die heiligen Könige und Königin Anne, die vom grossen Stern geleitet wurden, stehen vor der Futterkrippe mit dem Jesuskind drin. Anne legt ihren glänzenden Stern zu Jesus. Es ist wahrhaftig der kleine Stern, der vom Himmel gefallen ist und nun vom Jesuskind angestrahlt wird. Und der Bethlehem-Stern erklärt ihm, wie Gott durch Jesus den Menschen sagt, dass er sie liebt und auf sie aufpasst.

 

Die ganze Aufführung wurde von verschiedenen Liedern begleitet und zum Schluss verteilten die Kinder allen noch Weihnachts-Guetzli. Anschliessend lud der Kirchenrat zu Glühwein und Punsch auf dem Chilcheplatz ein.  Text und Fotos Käthi Müller

 

Kirchgemeindeversammlung 1. Dezember 2024

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Netstal:

 

Budget genehmigt, Sigristenamt vakant

 

Der harte Kern der reformierten Netstaler Kirchgemeinde hat Budget und Steuerfuss genehmigt und interessiert die Statistik über die unberechenbaren Steuereingänge studiert.

 

Nach der eindrücklichen Predigt vom neuen Pfarrer Bert Missal besuchten am ersten Adventssonntag fast 20 Personen die Kirchgemeindeversammlung im Pfarrhaussaal. Dabei nahmen die Mitteilungen fast mehr Platz ein als das vorgelegte Budget. Präsident Frank Gross verkündete, dass neu Katja Missal, die Gattin des Pfarrers, das Sekretariat der evang.-ref. Kirchgemeinde Netstal übernommen hat. Nach wie vor wird ein Sigrist oder eine Sigristin gesucht. Im Moment amtet Silvia Schnyder als Aushilfs-Sigristin und wird dabei von den Mitgliedern des Kirchrats unterstützt. Für den Aussenbereich ist interimsweise Marianne Kubli zuständig.

 

Ein Budget mit kleinem Rückschlag

Beim Budget 2025 sticht nur der Posten «Baulicher Unterhalt Kirche und Stübli» hervor. Dies, weil die Computer-Steuerung der Kirchenglocken in die Jahre gekommen ist und ersetzt werden muss. Beinahe schon traditionsgemäss wird ein Verlust budgetiert, der jedoch immer vermieden werden konnte. Frank Gross hat dazu eigens eine Grafik entworfen und vorgelegt. Darauf ist ersichtlich, wie unberechenbar die Steuereingänge sind. Fasziniert von dieser Grafik und den von Kirchengutsverwalterin Saarah Häuptli vorgelegten Zahlen genehmigten die Kirchgänger/-innen das Budget einstimmig.

Wie gewohnt offerierte der Kirchenrat im Anschluss noch einen kleine Apéro.

 


Erntedankgottesdienst mit Abschied von Pfarrer Edi Aerni

Ernte-Dank und Aerni-Dank

Der Erntedank-Gottesdienst am zweitletzten Oktobersonntag war gleichzeitig der letzte Gottesdienst von Pfarrer Edi Aerni. In seiner Predigt verband er den Dank für die reiche Ernte und den guten Alpsommer mit einem dankbaren Rückblick auf seine zehnjährige Amtszeit.

 

Einmal mehr verstanden es die beiden Netstaler Landfrauen Hedi Schnyder und Brigitte Weber, neben dem Taufstein eine wunderschöne Dekoration mit einheimischen Ernte-Erträgen zu präsentieren. Als dann noch das Orgelspiel von Hanspeter Bolliger, unterstützt von Simon Lüthi mit der Handorgel, ertönte, waren die zahlreichen Kirchbesucher/-innen fast ebenso gerührt wie der abtretende Pfarrer. Auf jeden Fall wurde das Eingangslied «Lobe den Herren» mit Inbrunst gesungen.

 

In seiner Predigt behandelte Edi Aerni Dankes-Psalmen. Psalmen sind religiöse Lieder, Gebete oder Gedichte. Viele kennen etwa Psalm 23, der mit «Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln» beginnt. Doch zurück zum Rückblick: Pfarrer Aerni erinnerte sich an viele schöne Höhepunkte, wie z.B. das Übernachten mit den Jugendlichen in der Kirche, die intensiven Gespräche in der Bibelgruppe und die abwechslungs- und ideenreichen Erntedankfeste. Als Tiefpunkt nannte er eine Kinderweihnachtsfeier, die in einem Chaos endete. Er schloss seine Erinnerungen mit dem Psalm: «Danket dem Herrn, denn er ist freundlich – ja seine Güte währet ewig.»

 

Nach Simon Lüthis Schwyzerörgeli-Spiel samt Naturjodel folgte der letzte Höhepunkt für Pfarrer Aerni: Kirchenrats-Vizepräsident Rolf Reinhard dankte ihm herzlich für seinen zehnjährigen Einsatz, der über seine Pensionierung hinausging. Dass dann noch einige seiner ehemaligen Konfirmanden nach vorn traten und ihm persönlich dankten, war wohl das schönste Zeugnis für den abtretenden Pfarrer.

 

Beim Apéro auf dem Chilcheplatz konnten sich alle Kirchgänger/-innen noch persönlich von Edi Aerni verabschieden und mit dem neuen Pfarrer Bert Missal und seiner Gattin in Kontakt treten.


Amtseinsetzung von Pfarrer Bert Missal am 6. Oktober 2024

Willkommen Pfarrer Bert Missal

Am ersten Sonntag im Oktober wurde Bert Missal durch Dekan Pfarrer Peter Hofmann feierlich als neuer reformierter Netstaler Pfarrer in sein Amt eingesetzt. Peter Bienz (Orgel) und Rahel Missal (Violine) umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Der sehr gut besuchte Einsetzung-Gottesdienst mit Kirchgänger/-innen und Kirchbehörden aus dem ganzen Kanton war für Kirchenrats-Präsident Frank Gross sicher Balsam für die Seele. Aber was ist eigentlich die Aufgabe der Kirche? Dekan Pfarrer Peter Hofmann lieferte die Antwort bei seiner Einführung mit dem Zitieren der kantonalen Kirchenverfassung, in der u.a. steht: «Sie dient mit ihren Kirchgemeinden dem Volk durch die Verkündigung des Evangeliums und setzt sich ein für die kirchliche Gemeinschaft.» Dienen gehöre zwar nicht mehr zu unserem Wortschatz und doch: «Füreinander sollen wir da sein, nicht übereinander». Mit diesen Worten bat er Bert Missal zu sich, schritt zum Amtsgelübde und erteilte den Segen. Anschliessend las er mit Kirchenrätin Claudia Pesenti die Fürbitten.

Aufbauen auf dem Fundament Jesus Christus
Pfarrer Missal befasste sich in der Predigt mit seinem Taufspruch (1. Korinther 3, 11): «Ein anderes Fundament kann niemand legen, als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.» Er verdankt diesen Spruch entweder seiner Mutter oder der Pastorin, die ihn getauft hat. Überhaupt sei sein Lebenslauf von Frauen geprägt worden. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass Gott uns Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, als Mann und Frau. Jesus Christus als Mann zeigt uns Gott, von dem die Bibel sagt, Gott ist nicht Mann noch Frau. So sei es auch nicht wichtig, ob in Netstal die Pfarrperson nun ein Mann oder eine Frau sei. Wichtig ist, dass Jesus Christus im Zentrum steht und damit Gott. In der Person von Jesus Christus begegnet uns die Tiefe und Weite Gottes, aus der uns Kraft zuwächst. In jeder Schwäche, Einsamkeit und Not dürfen wir uns ihm zuwenden und gewiss sein: keinen Absturz, keinen Riss gibt es, der nicht Halt finden kann in der Liebe zu Gott. Gottes Wort ist ein Licht auf unseren Wegen.
Mit dem Kanon «Fride wünsch ich diir» zeigte der aus Deutschland stammende neue Pfarrer, dass er mit unserer Mundart gut vertraut ist. Weniger gut vertraut waren die Kirchenbesucher/-innen mit dem Singen dieses Kanons. Da ist noch viel Luft nach oben.
Beim anschliessenden Apero auf dem Chilcheplatz hatte die engagierte Pfarrfamilie Missal (Ehefrau Katja hat das Sekretariat der Kirchgemeinde übernommen und Tochter Rahel spielt in der Kirche Violine) Gelegenheit, sich mit dem «Volk» zu unterhalten.

                 Bericht: Käthi Müller

                     Bilder: Käthi Müller und Michael Weber



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Predigt zur Amtseinsetzung von Pfarrer Bert Missal
Predigttext: 1. Korinther 3, 11
Predigt 6.10.2024 Amtseinsetzung.pdf
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Ablauf des Gottesdienstes am 6. Oktober in der Reformierten Kirche Netstal
Gottesdienst mit Amtseinsetzung von Pfarrer Bert Missal durch Dekan Peter Hofmann
Ablauf Amtseinsetzung Gottesdienst 6-10-
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frühlings-kirchgemeindeversammlung vom 2. juni 2024

Kirsten Winkler verstärkt den Kirchenrat

Der Netstaler Kirchenrat kann ein bisschen aufatmen. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Vorschlag ab und der Rat darf neu auf die Mitarbeit von Kirsten Winkler zählen. Doris Freitag übernimmt von der gesundheitshalber zurücktretenden Karin Waltenspül das Sekretariat.

Der erste Juni-Sonntag wird wohl nur bei sehr wenigen reformierten Netstalern im Kalender mit «Kirchgemeindeversammlung» vermerkt sein. So sind es immer etwa dieselben, die sich im Pfarrhaussaal einfinden. Präsident Frank Gross konnte sich also kurzfassen: Die Suche nach einer neuen Pfarrperson ist im Gange. Pfarrer Edi Aerni bleibt noch bis Ende Oktober im Amt. Der Antrag, den Weg vom Chilchestübli bis zum WC mit Platten zu versehen, wurde ausgeführt. Die von Saarah Häuptli geführte Jahres- und Fondsrechnung 2023 wurde diskussionslos genehmigt.

Ohne Gegenstimme liess sich Kirsten Winkler in den Kirchenrat wählen. Sie wohnt in Netstal, ist die Tochter des ehemaligen Kirchenratspräsidenten Christian Winkler und in Chur als Treuhänderin mit eidg. Fachausweis tätig. Als dritte Person aus dem Weid-Quartier übernimmt Doris Freitag ab 1. Juli das Sekretariat der evang.-ref. Kirchgemeinde. Sie ersetzt Karin Waltenspül, die dieses Amt seit 2014 tadellos führte. Zudem war sie Sigristin und für den Kirchenplatz zuständig. Das Sigristen-Amt ist noch vakant. Interessierte können sich beim Sekretariat (ref.netstal@bluewin.ch) oder bei Frank Gross melden. Als «Platzwarte» wirken momentan Marianne und Jacques Kubli.

 

Rückblick und Vorschau

Im vergangenen Jahr gab es eine Taufe, 13 Beerdigungen, zwei Konfirmationen, 19 Kirchenaustritte und keine Trauungen. Der Badi-Gottesdienst vom 23. Juni findet in der Kirche statt, die umgebaute Badi öffnet erst am 26. Juni. Vom 1. bis 5. Juli führt Saarah Häuptli (Tel. 055 640 71 03) in Disentis-Segnas wiederum ein Jugendlager durch. Es hat noch freie Plätze. Freie Plätze hatte es auch noch beim nach der Versammlung offerierten Apéro.

 

Bericht und Bilder: Käthi Müller

Die abtretende Sekretärin Karin Waltenspül (Mitte) wird umrahmt von der neuen Kirchenrätin Kirsten Winkler (links) und der neuen Sekretärin Doris Freitag (rechts).
Die abtretende Sekretärin Karin Waltenspül (Mitte) wird umrahmt von der neuen Kirchenrätin Kirsten Winkler (links) und der neuen Sekretärin Doris Freitag (rechts).
Kirchenrat und Sekretärin
Kirchenrat und Sekretärin


konfirmati0n 2024

Konfirmation – ein «Neuanfang»

Am Palmsonntag feierten drei Konfirmandinnen und ein Konfirmand mit Pfarrer Edi Aerni und den Kirchgängern ihre Glaubensbestätigung oder anders gesagt ihren Eintritt ins kirchliche Erwachsenen-Leben.

Schon beim Einzug in die Kirche bibberten die Hauptpersonen Elli Schlotterbeck, Masha Reinhard, Sina Fischli und Finn Flisch. War es nur die Kälte oder auch der bevorstehende Auftritt vor den Angehörigen und Gottesdienstbesuchern? Aber nach der Begrüssung durch die Konfirmandinnen Elli und Masha war die Nervosität vorbei und die Freude, in einen neuen Lebensabschnitt zu treten, überwog. Die Vier hatten sich auch bestens vorbereitet und «Neuanfang» als Konfirmations-Thema gewählt. «Neuanfang» kann für sie zum Beispiel bedeuten: eine Stelle antreten, den Alltag selbst organisieren, nach dem ersten Liebeskummer wieder neu beginnen oder wenn jemand aus dem Koma erwacht. Die Konfirmanden nutzten auf der Suche nach «Neuanfang» zusätzlich die Bilderprogramme der Künstlichen Intelligenz (KI). So entstanden Bilder von einem Buch mit leeren Seiten, die mit neuen Geschichten gefüllt werden oder von einem Koffer, der am Bahnhof steht und der Beginn einer Zugreise ins Unbekannte sein kann. Auf einem weitern Bild symbolisiert ein Sprung vom Steg ins Wasser den Mut, festen Boden hinter sich zu lassen. Im Gegensatz zu den ChatGPT-Bilderversionen steht da die Bibel, die etwas Bewährtes und alte Weisheiten vermittelt, aber nicht mehr für alle funktioniert. Deshalb befasste sich Pfarrer Aerni in seiner Predigt mit den «Neuanfängen» in der Bibel und in seinem Leben (sein Neuanfang als Pensionierter, kommt weniger schnell als erwartet).

Im Gegensatz zu früher können sich heute die Konfirmanden die Sprüche selbst aussuchen. So wünschte sich Masha den zu «Neuanfang» passenden Konfspruch «Die auf den Herrn vertrauen, empfangen immer neue Kraft, dass ihnen Flügel wachsen wie Adlern, dass sie laufen und nicht müde werden». Sina Fischli wählte «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» und Finn Flisch «Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ohne mich». Elli Schlotterbeck entschied sich für «Gott ist Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm». Nach der Übergabe der Konfsprüche überbrachte Kirchenratspräsident Frank Gross die Grüsse des Kirchenrates und schenkte den neu Konfirmierten eine Bibel.

Die Konfirmationsfeier wurde umrahmt von Hanspeter Bolligers Orgelspiel und dem leisen Gesang der Kirchgänger. Das Platzkonzert der Harmoniemusik Netstal und der Apero, serviert und offeriert vom Kirchenrat, fand witterungsbedingt in der Kirche statt.

 

Bericht und Bilder: Käthi Müller


kinderweihnacht 2023

Licht im Dunkeln

Mit einem Schattentheater feierten am zweiten Adventssonntag die Religionsschüler in der sehr gut besuchten Evang.-Reformierten Kirche in Netstal ihre Kinderweihnacht und brachten Licht und Freude ins Dunkle.

«Bravo» rief spontan ein Kind aus einer hintern Bankreihe nach dem Eingangs-Klavierspiel und alle klatschten. Mit diesem Lob hatte Organist Hanspeter Bolliger sicher nicht gerechnet. Die Feier in der mit Kerzen und einem prächtigen Weihnachtsbaum geschmückten Kirche stand also mit unter einem guten Stern. Und die Hauptdarsteller, vom Erstklässler bis zur ersten Oberstufe, warteten gespannt auf ihren Auftritt. Pfarrer Edi Aerni begrüsste die Kinder und Eltern mit dem Vers «Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein grosses Licht; und für alle, die im Land der Finsternis wohnen, leuchtet ein helles Licht auf». Er erläuterte, was Licht mit einem macht und wie es auch innerlich wärmt. Nach dem Gebet («das es isch ä Momänt womä bsunders still isch und mit Gott redet») wurde eine grosse Leinwand aufgehängt und das Schattentheater begann. Das erste Sujet lautete «Zimtstern». Die Erstklässler führten hinter der Leinwand das Wiänachts-Chrämli backen vor und alle zusammen sangen das Lied «Zimetschtern hani gern». Dann folgte die Weihnachtsgeschichte mit Prophezeiungen, die schon lange vor der Geburt Jesus angekündigt wurden. Die Religionsschüler/-innen zeigten u.a. einen Zeitlupenkampf, das Spiel mit dem Feuer, die Weisen, Maria und Engel Gabriel, das Königstreffen, Maria und Josef auf der Suche nach der Herberge, den leeren Stall, die Hirten und die Könige mit dem Jesuskind im Stall. Miteinander sangen die Schüler und die Gottesdienstbesucher sangen «Ehre sei Gott in der Höhe». Mit drei Szenen über Frieden/Zusammenfinden, dem Friedensengel und dem Lied «Still isch d Nacht» endete das eindrückliche Schattentheater.

 

Licht in Gemüt und Seele

In seiner Kurzpredigt ging Pfarrer Aerni nicht auf das sichtbare Licht ein, sondern auf dasjenige, das zur Metapher wird. Er betonte die Lichtworte, die wir brauchen, um etwas Kostbares beim Menschsein auszudrücken, z.B. eine charismatische Ausstrahlung oder ein leuchtendes Vorbild. Verliebte haben strahlende Augen und Leute mit einem sonnigen Gemüt immer ein Lachen auf den Lippen. Depressive hingegen haben düstere Gedanken, ihnen fehlt das Licht. Aerni schloss die predigt mit einem Satz, den er immer bei einer Taufe sagt: «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.»

Nach dem «Unser Vater» und der Erwähnung der Kollekte für die Mission 21 (Unterernährung in der DR Kongo) konnten die langsam unruhigen Kinder ihr «Kirchenmaus»-Gebäck samt Brügeli in Empfang nehmen. Für die Erwachsenen offerierte der Kirchenrat auf dem Chilcheplatz Glühwein oder Punsch.

 

Bericht und Bilder: Käthi Müller